Montevideo/Uruguay- unterwegs/ontheroad 1

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Am 8. Juli 2015 sind wir gegen 13.10 Uhr in Montevideo gelandet. Wir sind von Zürich mit der Swiss nach Sao Paulo geflogen; der Flug dauerte etwas über 12 h. Wenn man mit dem Finger über die Landkarte fährt, bemerkt man kaum, wie klein Europa eigentlich im Vergleich zu Afrika ist. Das wird einem erst gewahr, wenn man Stunden und Stunden darüber hinwegfliegt. Die Erdkundestunden liegen inzwischen auch zu lange zurück, dass man im Ueberflug alle afrikanischen Länder zuordnen könnte. Leider sind sie nur im Atlas so praktisch angeschrieben. Die schiere Grösse beeindruckt und gibt einem das Gefühl der Ehrfurcht vor der Grösse der Welt, vor den Entdeckern, die vor Jahrhunderten mit einfachen Schiffen losgezogen sind. Aber auch vor den Menschen, die dort leben – als individualisierte Europäer sind wir uns dessen viel zu wenig klar.
Sao Paulo – Montevideo sind noch einmal 3h Flug, die wir so ziemlich verschlafen haben. Wenn man kein Portugiesisch kann, ist es allerdings lustig und etwas abenteuerlich mit GOL zu fliegen.


We arrived in Montevideo on the 8th July around 1pm. Our trip started in Zurich and flew to Sao Paulo with Swiss; the flight was a bit more than 12 hours. If you travel with your finger on a map, you are never really aware how big Africa is in comparison to Europe. You only realize that when you are flying above it for hours and hours. The geography lessons are forgotten since years, so it gets very difficult to name all the countries, we have been crossing during the flight. The pure size of the continent is impressing and causing a feeling of awe. Awe, because of how big the World is, because of the bravery of the early explorers that sallied to explore the World centuries ago with simple boats. But as well awe because of the people who live there – as individualized Europeans we are far to less aware of the fact, that we are only a small dot in the World and only some people.
Flying distance between Sao Paulo – Montevideo is another 3 hours. We slept through them – and it is pretty funny and adventurous to fly GOL when you do not speak a word of portuguese.


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Ana Laura Lopez de la Torre hat uns in Montevideo am Flughafen abgeholt.
Wer die Demokratischen Kunstwochen in Pfyn verfolgt hat, kennt ihren Namen noch. Sie war eine der teilnehmenden Künstlerinnen in den Jahren 2011 und 12. Der Flughafen ist neu und wurde im selben Jahr eröffnet, als die Uruguayer Airline gegroundet wurde (haben wir schon erwähnt, dass Uruguay die Schweiz Südamerikas genannt wird?). Das Gebäude ist modern, einfach und übersichtlich und es gibt einen freundlichen Service. Wir fuhren in unser Hotel, das im Stadtteil Pocitos und gleich am Rio de la Plata liegt. Vor der Haustüre liegen 27km Rambla – einer Strandpromenade ideal zum Laufen, Joggen, den Horizont anschauen oder einfach um am Sandstrand etwas zu verweilen.

 

Ana Laura Lopez de la Torre collected us at the airport in Montevideo. Those who followed the democratic art weeks know her name already. She was a participating artist in the Pfyn project in 2011-12. The airport in Montevideo is new and opened in the same year, when the Uruguayan Airline was grounded (did we mention already that Uruguay is being called the Switzerland of Southamerica?). The building is modern, simple and open and the service is really friendly. We drove to our hotel that is situated in Pocitos near the Rio de la Plata. Right in front of our door is the Rambla, a 27 km sea front to walk, jog, look at the horizon or just to spend some time at the beach.



Allerdings haben wir Winter. Das spürt man am Nachmittag überhaupt nicht, wenn es etwa 17 oder 18 Grad hat und die Sonne scheint. Dafür aber umso mehr, wenn man vergisst das Badezimmerfenster zu schliessen und mitten in der Nacht mit Halsschmerzen aufwacht, denn die Temperatur fällt auf 5-0 Grad. Nachts gefriert es auch mal und am Vormittag dampft es auf den Strassen, wenn das Eis langsam wieder auftaut. Die Luftfeuchtigkeit liegt oft bei 99%. Montevideo liegt etwa auf der Höhe von Johannesburg.

Then again it is winter time. You don’t really feel that in the afternoon, when the temperature is around 17 or 18 degrees and sun is shining. But you feel it in the night, when you forget to close the bathroom window and wake up with a sore throat and you realize that the temperature is down to 5-0 degrees. It si freezing during the night and in the morning the streets are steaming when the ice is slowly melting on the streets. Humidity is very often up to 99%. Montevideo is approximatly on the same height as Johannesburg.


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a cold and sunny morning in our street


Der Jetlag hat uns noch fest im Griff. Der Zeitunterschied beträgt 5 Stunden, was eigentlich nicht nach viel klingt. Gestern Abend waren wir um 20 Uhr so fertig, dass wir ins Bett gefallen sind und bis etwa um 9 Uhr morgens durchgeschlafen haben – nach europäischer Zeit etwa von ein Uhr nachts bis mittags um 14 Uhr – böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass wäre ja eh der normale Künstlerschlaf. Dazu kommt noch eine leichte Orientierungslosigkeit – Montevideo ist sehr flach, flächenmässig sehr gross und erinnert uns zum Teil an Kairo, mal an Athen, mal an italienische Städte – es ist alles zwischen international und reich, sehr heruntergekommen und arm, orientierungslos und Agglo – wir haben heute erst einen kleinen Teil des Zentrums gesehen und waren bisher noch nicht in der Altstadt.

We are still feeling the jetlag. Time difference is 5 hours – that does not sound loads. Yesterday night at 8pm we had been so tired that we went to bed and slept through until 9 in the morning. In European time this would have been from 1am to 2pm – nasty voices could claim now that this are the normal artists sleep hours anyhow. Added to this is a slight desorientation. Montevideo is really flat, the area is really big and it reminds us in parts of Cairo, then Athens, then Italian cities. It is everything between international and rich, really run down and poor, desoriented and agglomeration. But then again we only saw a small part of the centre and haven’t been to the old part yet.



Pocitos, wo wir untergebracht sind, ist ein Gebiet mit eher internationalem und vermögendem Hintergrund. Die Schweizer Botschaft ist einen Block entfernt und man findet alles, was man braucht – man kann sich sogar einen Koch mieten, der einem jeden Tag Essen in Tupperware vorbereitet, das man nur noch per Microwave aufwärmen muss. Auch der öffentliche Verkehr ist gut organisiert nach Pocitos, was wohl eher daher kommt, dass die Reinigungskräfte aus den Armenvierteln pünktlich hier sein müssen um die Wohnungen der reichen Herrschaften zu putzen, wie uns böse Zungen verrieten.

Pocitos, the district where we are staying, is an area with an international or welloff background. The Swiss Embassy is around the corner and you can find everything you need – you even can hire a cook to prepare food in Tupperware that you only need to heat in your microwave. As well public transport is excellent to and from Pocitos. Gossip told us that this might be because the cleaning personnel, living in the poorer quarters needs to be here puncutally to clean the households of the welloff…

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