Öppis vo Pfyn

Dieser Beitrag ist ein kleines Buch, das 1907 von J.R.Baur verfasst wurde. Es bespricht in 134 Versen alle Häuser und Einwohner von Pfyn zu dieser Zeit. Wir danken der edlen Spenderin, die uns dieses Buch fotokopiert hat und freuen uns über alle Kommentare, die zu den darin vorkommenden Personen etwas berichten können.

Einleitung

Min Gedanke, öppis z’brichte
Ueber Pfyner-Heimet,
Lit zwor nid i mine Pflichte,
Doch wills mir gar all devo träumet,
So glaub i gern mit aller Müe,
Chönnt mer die Arbet glinge;
Bsunders so am Morge früe,
Wenn d’Chind no nid tend springe. –
Wie fangt mer so ne Arbet a,
Hani sehr lang mer denkt!
Wie me d’Versli mache cha;
So dass me niemer kränkt!
I ha so hin und her studiert –
Druf sind Gedanke z’trohle cho.
Frisch dra und jez probiert.
Gwüss Gott, es wör scho goh!

Wenn eine oben abe chunt,
Vo Lanzenüfere her;
So lit s’ganz Pfy vor ihm so bunt,
Als grosses Hüsermeer.
 
Oberdorf

Dass vill begehrti Lüt het do,
Bewiest das erste Hus, jez scho.
Ist eine arm uf dieser Erde
Oder hät ene andri Bschwerde;
Will me sich e Frau go chaufe,
So muesst halt zum Merk go laufe.
Hät mer wieder Chindli z’taufe,
Muess er gwüss zom Civil laufe.
De Pfleger hät s’Zivilstandsamt.
Wenn g’storbe öpper i de Gmeind
Wörts wieder ihm zerst z’Ohre treit!

De Hagebüechli nebed ene,
Er schafft no all i siner Tenne,
Will si Frau ihm gern hilft huse
Und flickt und wischt ihm sini Bluse
Sie hand erst goldi Hochzit gha,
Sind beidi rüstig, Frau und Ma.
 
Bim Hagebüechli nebed zue,
Lebt au scho lang uf dere Flue
En Ma, im hohen Alter.
Mit Töchterma und Chinde,
Ist er vill zäme z’finde.          (Scheuch)
 
Jez chomi witer abe,
Will mi as Schönis labe.
Er stammet us em Kt. Bern
Und singed alli grüsli gern.
Dä hät vill Meitli i sim Hus,
Slist dä und diese eini drus.
De Schöni aber, dä tuet schmiede,
Bim Bure er, er ist s’benide.

S’deckt en Alte s’gliche Dach,
En guete Schaffer i sim Fach.
Es Töchter und en Sohn vo ihm,
Taxier i dem, als gar nid schlimm.
Ledig sind die beide no,
Wot eine z’Liecht zor Töchter go,
Denn gieng vilecht de Brüeder z’tratz
Au zome liebe herz’ge Schatz.          (Scheuch)
 
„Frohsinn“ sött so mänge ha
Und doch verbi lauft menge dra.
Me cha im Frohsinn Wegge chaufe,
Sött au zo ihm sim Wyli laufe.
Do lauft vill, gond no go gschaue,
Wemme trinkt bis Morgegraue.
Jasse, singe schnabuliere
Und mit de Töchter sich amüsiere.
Die „Bergler“ Manne hand do Chlab,
Si chauset s’Doppelliter ab.          (Merk)
 
Grad überhine, ab der Stross,
Ist no e Hus und ziemlich gross.
De Brunnemacher wohnt döt ine,
Er ist vill i der Frömdi hine.
Si Frau und Töchter aber denket
Wenn no de Herrgott ihn guet lenket.          (Keller)
 
Im andere Hus, do ist en Ma,
Dä leider, ach, nid schwätze cha.
Ist aber immer frohe Muet’s,
Zom läbe do nickt er s’tuets.
Denk sin Töchterma dagege,
Chas mit ihm, ganz ohni z’rede.
Er muess em no es Zeiche gäh
Und gli weiss ers, wo d’Sach denn nä.         (Weibel)

Dä Huser, dä ist witer une,
Hät schöni Bäum ums Hüsli ume.
Er lebt und tribt’s au, wies ihm glingt,
Bis er au endli nümme springt.
Sin Schwiegervater chas ihm säga,
Dass nüme glich, die alte Täge.
 
Dass ich’s jez nid vergesse tue,
En Klemenz wohnt bim Frohsinn zue.
Sini Eltere sind scho e Wyli döt
Wo jede Mensch au ane söt.
E Frau und au zwei netti Chind,
Sind die, wo ihm no blibe sind.
 
Vom Klemenz Cornell, weiss i au,
Dass nid elei er ist und d’Frau.
Er hät au Söh und etlich Töchter,
I glaub au Schwiegersöh, no möchte er.
S’ist gwüss e keini zum verachte
Und menge wört uf eini trachte.
Curage her, Putz tusig au,
Holst der eini zoner Frau.
 
Jez chomi zome rächte Ma,
Uf dä ich nimmer planget ha.
Dä bringt eim Zeddel, öppe no,
Me hät ka Freud vo witem scho,
Denn holt vo eim er wieder Geld,
Frogt nid, wenn’s eim au fehlt!
Er lat au zo den Ganten i
Und trinkt öppe guete Wy.
So muess er immer ume, ane
Und alles uf ganz chline Bane.          (Scheuch)
 
Wos Spezereia z’schaue hät,
Chani eu säge, ase nett.
S’hät nebst dem, döt au schöni Rinder,
I wells grad säge, döt bim Minder.
Und i dem Hus ist no en Ma,
Lueget, was dä mache cha:
I bi e Sbengler, heiss alessi,
Magge Blegwar, gueti Gessi.
Sin Brüeder tuet Suemagge
Und cha guet italienisch lagge.

Im andr’e Hus, do ist en Lüthi,
Bi ihm vorbi, god’s no de Rüti
Er ist de Nochber, denk jez schnell,
Vo dem ich jez denn no verzell.
 
De Hermann Keller chunt jez dra,
Er ist jo au bekannt de Ma,
Doch verstond mi recht, ihr Lüt,
S’verwechsle nützi grüsli nünt.
Er ist de Soh vom alte Keller,
Im Chopf glaub i, en ordlech heller.
Er grist si Sach so tüchtig a,
Dass me ihn überall bruche cha.
 
Vo eim will i jez höre lo,
Dass do ufpasst, säg’s der’s jo.
En Wunsch hät dä, dezue en richt’ge,
Er bittet, dass me ihm möchte brichtge.
De Moler Bur rüest ali a,
Sölled binem schaffe la.
 
De Sticker Jung, i chanis säge,
Mag e no viele Spass verträge.
Er hät sie erste Frau verlore.
Vier Chind sind ihm dor sie gebore.
E neue Frau hät er sich gno,
Cha nome Chind jez übercho.
I hane gern und chane lide,
Stick Bauellgarn er oder Side.
 
Es wohnt denn au, s’ist nüme neu,
S’Kathrine-Hamese Berte dei.
Sie neit, so vill si neie cha
Und hät bim Hagel no kann Ma.
I glaube’n aber, s’got nid lang,
Isch ere bald um so an bang.          (Altenburger)
 
En Chüefer Gremlech keni au,
Ist no nid alt und o nid grau.
Er schafft so gern, a dene Fass,
Und wenn mes füllt, so wörets nass.
 
De Forster Jung, ist s’Chüefers Nochber,
wenn eine stiehlt, ganz gwüss, de stroft er.
Der Angehr ist sin Töchterma,
Er hät no keinem binem gha.
Sie schaffet zäme, gwüss ganz guet
Und ali hand en frohe Muet
 
Hand er Holz, hüt frog ich euch,
Holet doch, döt bim Herr Scheuch.
Und wenn au eine Stange will,
So glaub i gern, er hät ganz vill.
Hät er keini, ists nid so dumm,
Er got denn einfach und haut um.
Und sin Soh, dä denkt denn äbe,
Ich will denn au Verdienst vom säbe.
So verchered mitenand
De Vater und de Soh i d’Hand.
 
E paar Schritt jez über d’Stross
Wohnt en Ma, so mittelgross.
Häusser ist dem Ma sin Name.
Was fören Landsma? Rote chame!
I glaub, es ist en Züribieter,
Er redt, wie and’ri, nur wäng lüter.
Obenine, bi dem z’Hus,
Der Albert Merk got i und us.
 
Hät s’Sunntigfleisch eu no nid g’sotte,
So denkt en Klemenz uf der Trotte.
Er hät e paar so schöni Stier,
I red vo zwei und nid vo vier.
Sin Soh und er, si fahred vill,
Wie’s d’Lüt denn wünsched, wo me will.
 
Sin Nochber, dä hät öppe B’suech,
Er treit’s deför au i is Buech.
S’chunt zwor meh e wiblech G’schlecht,
Die wöret all behandlet recht.
Sie Amt ist nämlich „Zuchtstierhalter“
Und Klemenz heisst er bis is Alter.
 
Jez chomi zome grosse G’schäft,
Das lauft denn ono öppe recht;
Denn s’Lumpesammle ist iträglich,
Chast vill verdiene do, fast täglech.
Der Altebruger holt nid all,
Er schätzt die Sach vo Fall zo Fall.
Die grosse Lumpe lot er laufe,
Die Tobler sölled derig chaufe.
Döt nebed s’Stumpe wohnt en Scheuch,
Mer allweg nid bekannt, wie euch.
Er tuet zwor au all Tag verdiene,
Tuet vill holze und au griene.          (Scheuch)
 
D’Familie Stump, die kenni scho,
Hand au scho bimer schaffe lo.
Bi jedefalls do nid verlege,
Will i vo dene öppis säge.
D’Marie Stump, die ist verchauft,
Me hät Frau Klemenz si jez tauft.
Und ere Brüeder denn, de Chüefer,
Ganz sicher, wenn’s er list, so rüeft er,
Potz tusig Hagel, dä weißt vill
Vom ewig lustig frohe Stil.
`s sind denn aber erst no zwei,
Au die sind lustig, `s ist nid neu,
Doch vergesst no, bigott,
De Chüefer ist denn jo verlobt.
 
`s wohnt grad hine, nid elei,
E Familie Sticker Frei.
E Frau Altebruger wohnt au döt,
Wär s’Hus nid alt, wärs döt ganz nett.
Doch chame zome’n alte Hus
O vergnüeglech luege drus.

Und denn vo sebem dicke Chline
Hani au es Versli dine.
Er ist no i dem hohen Alter
I sim Amt als Gmeindsverwalter.
Wenn er scho nid schaffet ring,
Ist er doch bi jedem Ding.
Hät en Wage er zom stosse,
Hilft de Soh, en förchtig grosse.
Sini Schwöstere sind nid chli
Und g’schaffet muess es, g’schaffet si.          (Altenburger)
 
Wieder hani z’brichten euch
Vome glungne, hagels Scheuch.
Dä schaffet au mit gueter Lune,
Doch trüft me ne au im Grütli une.
Er hät e so en guete Bode,
Dass er muess kämpfe und sich rode.
 
Im Hushalt denn vom Altenburger,
Do lebed nur 2 Pfyner Burger,
Es leben zwar im Hause drei,
Doch ist die Dritt des Mannes frei.
Und er ist Decker gsi emol,
Jez hät er’s guet, bim Hagelstrohl.
 
Hät me Geld, so chame baue,
Chauft sich Rinder, Chälber, Saue.
Macht sich alles ganz bequem,
Und denn schafft me aber gern.
So häts g’macht de Germa, hür?
Muesse lobe jez defür.
 
Une dra hät g’wohnt en Muser,
Er ist g’storbe noch em Suser.
Fastnacht hät sicher d’Müsliwar,
Stirbt eine us der Muserschar.          (Rechberger)
 
35. Do une dra wohnt no en Ma.
Si hand die Schür gha allwill gma.
De Soh vo dem hät o en Ring,
An Welleberg sölls düte s’Ding.
Me seit wohl, denn und denn scho geltis,
S’letzt Wörtli sat denn doch de Balthis.          (Scheuch)
 
Jez gohts dorab en chline Schutz,
Bis wo d’Heimat stoht vom Stutz.
Er hat si Hus lo usstafiere,
Wohrschinli, will er cha verdiene.
 
Wenn i chönt, brächt i en Schnitz
Vo sim Nochber, Klemenz Fritz.
Doch i weiss do nid vill z’brichte
Und so hört halt uf denn s’dichte.
 
De Jung-Nussberger kenn i au,
Er hät e sone dicki Frau.
Will er s’glich Gwicht, vorem Sterbe,
Darf er ziemlich dicker werde.
 
Sin Nochber, dei de Konrad,
Der schaffet a de Landstross grad.
Denn sie Frau ist denn nid dick,
Er weißt ihr z’schaffe im Augeblick.          (Klemenz)
 
En Andre, de heisst Wolfesperger
Und ist nöd ein von „Laster“-Träger.
I glaub, dä Ma hät no nie trunke,
Dass er dur hei mit eim hät g’hunke
 
Und nebed zue, im gliche G’heik,
Do wohnt der Altenbruger „Beik“.
Er werchet all mit siner Frau
Und ist au ploget, wie’n ich au.
 
Wenn eine denn no me wott wüsse
Und’s Oberdörfler-Läbe gnüsse;
Dä chäm no nid bei dunkler Nacht,
S’elektrisch Licht ist no nid g’macht.
Im Unterdorf isch o nid heller,
Mit Cherze monds id Cheller.
 
Unterdorf
 
Zum Unterdorf hani jez welle,
Als Nummer Eins, grads Chosthus zelle.
Do drine wohnet so vile Lüt;
S’git do gwüss au öppe Strit.
 
Grad d’runder zue, im chline Hüsli,
Wohnt e Mandli, wie e Müsli.
Sin Vater ist zwor gär nid tum,
Er ist sehr alt und hät s’Gschlecht Jung.
 
Wo gäbs mer z’brichte allerlei?
I glaube, i der Chäserei.
Es chomed ali Tag i d’Hütte,
Ali, wo hand Milech z’schütte.
De Chäser hät denn au no Chind,
Zwo Töchtere, wo scho g’wachse sind.
S’denkt öppen eine, o wie nett,
Wenn ich als Frau e Töchter hett.          (Baumberger)
 
Grad nebed zue, do got en Handel,
S’ist bim Hus en Bienestandel.
Au Holz wört do verchauft nach Note,
Me cha jo ohne da nüt brote.
De Honighändler hät en Soh,
Dä gmüetlech Hagel kenni scho.
Es sind no Huslüt obenine;
De Schärer isch mit sine Chline.          (Altenburger)
 
Und blos 20 Schritt vo do ewäg,
Füehrt über’n Bach en hölzi Steg.
Me siehts scho no bim dorelaufe,
Dass do me au cha Holz go chaufe.
De Jung hät käni Bieneständer;
Er ist deför en Grossholzhändler.
 
Dass er besser chomed drus
Gommer grad zom Schützehus.
Me cha do prächtig ume seh,
Vor üs lits Underdorf persee.
 
Mer wänd jez abe, stond is Glenk
Und laufet bis zom Wagner Wenk.
Er hät e Frau, me sieht si nie
Mit andre Wyber umezüe.
 
Der Aus-der-Au verchauft vill War,
Am liebste gege Zahle bar.
Und dass ihm nüt cha überlaufe,
Tuet er exakt si War verchaufe.
 
Meierhans, en guete Schmied,
Ist gwüss ohni z’schaffe nid.
Er tuet die Rössli guet b’schlage,
`s muess keine über d’Arbet chlage,
Si Schwöster hilft ihm s’ander b’sorge
De ganz Tag, vom frühe Morge.
 
Wär am Brunne all Tag tränkt
Und wäg de Chüeli sich oft kränkt;
Da ist de Louis Merk, en Ma,
Wo zitewis’ au no singe cha.
 
d’Blueme hani und’rem Dach,
Seit de Gärtner Gonzebach.
Er tribt nid blos si Gärtnerei,
Hät au no Chüeli, ehrer zwei.
 
D’Hebamm kennt au alles zäme,
Wie mängmol muess au si nid renne,
Als ersti Hilf i gwüssne B’schwerde,
Wenn eis wott cho uf üsi Erde.
Arbet hät si jo so vil,
I glaube bald, si hät no z’vil.
Und de Weibel, eren Ma
Werchet, was er leiste cha.
Und de Soh, en grosse Zwerg,
Schaffet jez en eigne Gwerb.
De Klemenz, Melcher, ist de Ma,
Wo de Gwerb hät vorher g’ha.
Er häts jez aber glich no net,
Will ihm de Jean s’Husrecht glo hett.          (Rüegg)
 
Und vom Traber b’richti jez
Au e paar so treui Sätz.
Er tuet Schuene, woner cha,
Mängmol fangt er Zobed a.
Bure tuet er au e chli
Und hät ewänge eigne Wy.
 
Woni mini Budik ha,
Wohnt jez au en neue Ma.
Er hät ka leidi Frau ghürote,
Si chauem, glaubi s’Esse brote.
Der Alteburger, dä tuet sticke ;
Si, nebst andrem Kleider flicke.
Und wenn eine wünscht en Huet,
Git si z’chaufe schön und guet.
 
Und obenine wohnt e Frau,
Die gwüss a üs denkt jeze au.
Sie ist vil Johr Inspektrin gsi
Und alles denkt mit Dank a sie.
De Pupikofer, eren Ma,
Häts goldi Jubiläi gha.
 
D’Frau Merk, als gueti Nochbersfrau,
Kenni sither eben au.
s’Lueget zwor zom säbe Hus
Nome Lüt zom Fenster us.
De Reutibuech sieht halt au gern
Alles guet vo Nah und Fern.
Wär sötti jeze no go lobe;
De Rüedi, de wohnt z’oberst obe.
 
E Töchter, wiene Tübli,
Die g’hört im Klemenz-Hübli.
Dere eren liebe Schatz
Ist en schlaue wienen Spatz.
 
Zom Alteburger gommer dore,
Wo ich scho lang mi Milech hole.
Mich beduret de arm Ma,
Will er nid besser laufe cha.
 
Wenn i der Gmeind ist öppis los
Und gilt es z’flicke a der Stross,
So rennt me zom Herr Vorsteh’r blos.
Er ist en Ma, vo frischem Bluet,
Zo alem hät er frische Muet,
Was er au immer mache tuet.
Er hät halt au ganz heikli Sache,
S’Johrum, die nid mached z’lache.
Si Hus stoht a der Bahnhofstross,
Es ist so prächtig und so gross.           (Merk)

Zom Klemenz gomer witer abe,
Er hät hür pflanzet Cholerabe.
I glaub, er werchet ebe vil,
S’Spare hät er los, nid s’Spiel.
Als Präsident em Männerchor,
Stoht sin Soh, mit Isicht vor.
De het en guete zweite Bass
Und versteht au schnell en G’Spass.
 
Sin Schwoger döt, de Wagner Singer,
Wär au en guete, tapfre Sänger;
Doch will er wohnt e so wit une,
Chönt er go singe leider nüme.
 
Bis zom Zollhus muess i, ach,
S’wohnt döt drinn e Reichebach.
S’Verbi go chost jez nume Sold
Und s’wört au grabe döt ka Gold.
Me cha förs Geld do Sand go hole,
Es ist immer besser, als blos g’stohle.
 
Vom Alteburger döt am Bächli
Will i brichte, au ganz gmächli,
Ist wit vom Dorf und doch bin Lüte;
Tuet mit em Nochber drum nid strite.
 
Jez chunt en ganz patente Ma,
Dä vili Sache mache cha.
Nebst sim Amt, als Forster still,
Zeigt er för anders Sinn no vil.
Etlech Hüser die me g’schaut,
Vor e paar Johre hät ers baut.
De Plan zo etliche Maschiene
Ersann er, i sim Stübli ine.           (Altenburger)
 
Sin Nochber dei, de Decker Bur,
Dä glaubt so öppis g’läng ihm sur.
Er stiegt vil lieber uf si Dach
Und lueget, was denn s’Wetter mach.
Bim Schwindle wörs ihm wind und weh,
Drum treibt er’s jez halt ohni „W“.          (Bauer)
 
Vo dem sim Nochber, Klemenz-Rüd,
weiss i ächt vo dem do nüt.
Woll si Töchter ist verlobt,
ist aber no nid gange fort.
I wörs nid extra müesse schriebe,
De Soh wört no bin Eltre blibe.
 
De Gedanke an Bund im Rütli,
Chunt eim, wenn me ist im Grütli.
De Alteburger häts Beagid
Und wott jez gwüss s’Elektrisch nid.
Doch er sieht jo scho dezue,
Was er alles schaffe mue.
I glaub, er tuet de Wy nid taufe,
Lieber git er Torbe z’chaufe.
 
Mer hand au z’Pfy studierti Lüt,
Vom Grütli wohnt der erst nid wit
De Dokter ist en g’schiede Ma,
Wenn ich no chönt, was dä no cha.
I glaub, i müesst nid blos go mole,
Zom Esse wär mer s’Schof scho gschore.
Er ist dor Praxis nid elei,
Nei au bekannt dor si Amtei.
Gmeindamme cha nid jede si,
De Dokter isches nid zom Schi.          (Merk)
 
Es sind zwor z’Pfy nid ali rich,
S’lots au nid jede merke sich.
Sie schaffed, ringed bis zom Tod,
Als wärs bi ihne immer Not.
Der alt Vorsteh’r ist au so en Ma,
Me häte gern scho allwil gha.
De Soh häts wie der Vater au,
Er wört vom Nüttue o nid grau.          (Rüdin-Schönholzer)
 
Grad vis a vis tuet treulich walte
Scho prächtig lang, en ledige Alte.
Er tuet für sini langi Zit
Mit Bretter handle, wenn es git.
S’Schreiners Hannes, seit me blos.
Me sieht ihn öppe mit der Schoss. –
Der alt Rechberger und si Frau
Wohned i sim Hus denn au.          (Klemenz)
 
I weiss nid, wieni denn söll lobe
d’Familie Hubma witer obe.
Sie mache nid vil Lärm, die Lüt,
Und mit em Nochber hands ka Strit.
 
Bim Heinrich Klemenz; mach i Schau,
er lebt nid ganz elei, si Frau
und chlini Enkel, die er hät,
machet Freude ihm ganz nett.
 
Ufem Bergli wohnt en Schwarz;
I mach vo dem au no en Satz.
Er ist Moler und tuet bure,
Also gwüss nid zum bedure.
 
Nebed zue ist no e Hüsli,
`s stoht am Wetter oft ganz grüsli.
d’Frau Bur mit erem Vater Schmid
Lebed do, so langs es git.
 
E leer Hus stoht o no döt obe,
Doch glaubed nid, sei all’s verstobe.
Me hät sich ebe scho empört,
Dass s’Hus nid ime Pfyner g’hört.

Jez losed, was es z’höre git.
Dune dei, vom Klemez, Schmied.
Da ist no en glungne Ma.
Was dä nid alles leiste cha.
Am Schmiede hät er no nid g’nueg,
Er dezue no bure tuet.
Denebst nimmt er denn no dewil
Und tuet politisiere vil.
Sin Schnabel ist am rechten Ort,
Wenn’s as diskutiere got.
 
Im Sunehof, do ist no Läbe,
Die mond e kani Sorge träge.
`s fehlt dene nid am täglech Brot,
Wenn nid s’Mehl si bringt i d’Not.
Do trinkt me au no guete Wy,
Chomed doch und chered i.
De Wört hät s’Herz am rechte Fleck,
Me seit im nu ganz churz de „Beck“.
Sin Soh, der Albert, ist au guet,
Vor jedem Mensch lupft er de Huet?
Si mached beid au gern en G’Spass,
De Vater nametlech bim Jass.           (Klemenz)
 
Zom Sunehof g’hört no e Hus,
En Frei got alltag i und us.
Er ist en ganz solide Ma,
I hane früener kennt scho gha.
 
Wär sitzt jez döt bim Schriner Rüedi?
De Hueber isch vor luter Müedi.
Es lot de Rüedi, da sind Sache,
All ka Arbeit bimer mache.
Deför hani de Hueber gern
Und sin Soh, er ist z’Luzern.
 
Wo wohnt de Klemenz Eduard?
Am Bach zue dei no ziemlich hart.
Er hät grad jez au Buggelweh
Und vilecht ohno kranki Zeh.-
I wett nid wie du „hineuse“
A some chline Oertli pfuse.
 
En Sticker chunt jez grad a d’Reihe,
Wo öppedie au no tuet mäie.
Rechberger heisst er, er ist Kassier
Bim Männerchor zwei Jahr jez schier.
Sin Vater hät zwor nome Chind,
Nämlich wo z’hürote sind.
`S hät öppen eine d’Neieri gern,
Und si findt gwüss emol de Chern.
Si wartet halt nid umesus,
Will d’Schwöster holt de Julius.
Und grad no eini, s’ist d’Luise,
Förcht d’Mane nid, i will’s bewise.
 
Da hät mer doch scho mänge g’sat,
E Hüsli möchti, wie de Haag.
Wenn er au jezed nid guet hört,
So weißt er glich, was sich doch g’hört.
 
I säges lut und nid verstohle,
Bim Hermann chame nis alles hole.
Förs Chopfweh hät er kani Pille
Und för die Blinde kani Brille.
Spezerei chame ha
Bi dem gwüss galante Ma.
 
Au der Ullma rasiert nid all,
Sust ist im Stich de Hasestall.
Er tuet au vil zo sim Pläsier
Veruseluege us der Thür.
S’Sprützehus ist äne z’nöchst,
Wennt im Fall du „brenne“ möchst.          (Klemenz)
 
Und denn über de Stross überhenne,
De Jogge-Beck tuet au nid flenne.
Er bachet guet und gär nid schlecht,
s’Huswese macht si Schwöster recht.
Hürote tuend die allwäg nid,
Zom säbe hand si kani Trib.
Do bruchts kei Presshef, Hirschhornsalz,
Dozue bruchts ganz e anders Schmalz.          (Merk)
 
Sin Nochber Klemenz hät zwei Chind,
Die aber lang scho g’wachse sind.
De Soh hät scho för ihn e Glied,
I kenn si scho, sägs aber nid.
Er wört denn well no schnell hürote,
Sust chönts de Schwöster vorher grote.
 
Mached nid so langi Gsichter,
s’chunt jez öppis vome Dichter.
De Heer, nid ganz en chline Ma,
Au dere Versli mache cha.
Er chönd au Zeine binem hole,
Band hät er g’wüss jo au nid g’stohle.
 
s’ist guet, dass au en Sattler hät,
Do z’Pfy wärs ohni ihn nid nett.
Wo mösst me d’Lüt au ane schicke,
Wenn’s am Webstuel gäbi z’sticke.
Me springt zo ihm grad wie en tolle,
Arbet hät er d’Budik volle.
De Kappeler ist no nid grau,
Doch möchte er ha wohl wieder e Frau.
 
Und wenn i will jez witer reise,
Tuet mi d’Stross zom Bott denn weise.
S’ist schad, dass dä nid rächt cha schaffe,
Er wör no meh zusamme raffe.           (Altenburger)
 
Grad bim Ochse wohnt en Kräuchli,
Wenn er raucht, so gits e Räuchli.
I kenne zwor no nid so lang,
Drum ich wieder witer gang.
 
I denke lebhaft a de Gessler,
wenn’s heisst, mer gond zom Heiri Kessler.
Der „Ochse“ stoht am rächten Ort.
Wenn einem s’Schaffe nid ganz grot.
Me cha sich do Erholig sueche,
Muess es nochher blos nid „Bueche“.
Und denn häst zo allem Durst,
Am Backe no e „grossi“ Wurst.
Me mue sich aber schö betrage,
Sust wörft er di denn Stegen abe.
 
Mer gond jez zome guete Tropf,
er hät e so en grosse Chropf.
Er muess vil schaffe und ist ploget
Und debi nid guet versorget.
Doch hät er selber scho verzellt,
s’fehl do nid blos all am Geld.          (Merk)
 
De Zimmerma, dä häts denn nett,
Me sieht’s, er ist scho ordlech fett.
Er muess jez nüme so viel schaffe,
Si Maschiene söll nid gaffe.
I glaub, er denkt au öppedie,
Worum dass ich o baui nie.           (Debrunner)
 
Und öppis vom Jung-Hueber dei,
Was ich do weiss ist nüme neu.
Hueber seit me nüme me,
s’hät anderi Verhältnis gä.
 
s’hät au z’Pfy vil ledig Lüt,
zo dene g’hört de Regeschit.
Wo fählt’s ächt do, dass some Borscht
s’ledig bliebe ist grad Worst.
I glaube, er denkt, ihr säged wohl,
Es g’schieht denn scho, bim Hagerstrohl.
Das schöni Heim, das ist jo mi,
Es passt mer halt nid jedi dri.
 
Mueni säge, wenn’s vil chost?
Wenn me vil muess dei uf Post!
Doch, was wör de Klemenz denke,
Müesst er allne d’Marke schenke.
Weniger het er gwüss nid z’laufe,
Drum mondss ali au go chaufe.
 
Wo brüeled denn die Chind scho wieder?
Dei hine, döt, bim Klemenz, Schnider.
Dei hät’s Chind en ganze Huffe,
Im Alter mached’s chlini Stufe.
 
Im Wyberg use wohnt de Fischer,
Flotte Chlaue-Schnider ist er.
I möcht nid dei use si,
S’hät hür gä kann guete Wy.
 
D’Frau Bärgis wohnt im säbe Hus,
Wo früener d’Schüeler i und us.
En Engelma wohnt au döt inne,
Weiss nid meh, drum bini stille.
 
Mer gond e chli zom Hofer abe,
Er hät e Meitli, kani Chnabe.
S’Ist zwor no chli, cha no nid singe,
Sust wör’s eim vilecht Zitig bringe,
Er schickt drum andri, o nid gross,
Und er holt s’Zitig-Geld, denn blos.
 
I de Krone findtme d’Herre,
Das bewised Ross und Chärre.
Si chönd au wie andri Jasse
Und vermöged erst recht g’spasse.
Ander chömed ohni Ross,
Doch die wohned a der Stross.
Es sind ihm Siegwart zuvor denn au
Willkomme, jede Ma und Frau.
Vo sine Tante, erer zwei,
Ist no eini binem dei.
 
Und im säbe alte Hus
Gond zwei Brüeder i und us.
Der ei ist Tambour, der ander nid,
Doch schafft er au, was z’schaffe git.
Alteburger hand si s’Gschlecht,
Sind beid no ledig, s’ist nid recht.

Dä wo em meiste Vech im Stall,
kenned nid do z’Pfy blos all.
S’Bure lot er selber si
Und denkt, die Sach ist doch jo mi.
Die Chnecht, die söllet mache d’Sach,
Und wörts nid rächt, so git es Krach.
S’ist aber au bi ihm schö Ornig,
Und wenn er räsunniert, nid g’fohrlig.
Me muess ihm dä Verdruss verarge,
Will er au höre muess vil chlage.
Si Amt bringt ebe vieles mit,
Wells vil verdammti Sache git.
I möchte nid Friedesrichter si,
Ich wär zo dem no vil zu chli.          (Hüeblin)
 
Wenn eine denn au z’Erbe hät,
De Notar ist z’Pfyn, es ist so nett.
Doch ali hand halt nid das Glück,
Vil wüsstet nid, wos z’Erbe git.
Em schönste wärs natürli gär,
Wenns, wie für ihn, kein nötig wär.          (Eberhart)
 
Mer wänd vom Rösli denn verneh
Was binem alles hät scho gä.
Er ist en Ma, wo viel studiert
Und mängi Sache frisch probiert.
S’Patent hät er uf etlich Sache,
Er tuet alles selber mache.
S’Elektrisch Liecht, es zündet ihm,
Bi alem schaffe, ase still.
Bim G’schoss ist er au zimli gern,
Er weißt am meiste glungni Chern.
 
Dört use dei, de „Wyler“ Bur,
Dä machet keini Schulde sur.
Er hät kauft s’Statthalters G’werb,
Es ist bim tusig kann alte Scherb.
De Rechberger got im hindere Hus
Scho zimlech lang dei i und us.
Und Alteburger heisst e Frau,
Wo bim Wyler wohnt denn au.
 
Hät eine e verheiti Uhr,
Villecht verschlage, a der Mur,
So bringt me si ihm Musikant,
Als Heiri Merk ist er bekannt.
Er weisst si Orgle guet z’handhabe
Und lehrt debi au sini Chnabe.
 
De Schriner Keller hät verchauft,
Wells Gschäft im Kranka nime lauft.
Es sind halt sine junge Tage,
Glaub I, scho lang, scho lang, vergrabe.
Deför ist jez en Kutter dei,
De frogt nid lang, wies gange sei.
Er macht si Sach und damit ab,
Von der Wiege bis ins Grab.

Will eine guet Erdöpfel chaufe,
Chan er no zom Meili laufe.
Er git so lang er eim cha gä,
Doch ohni Geld darf’s niemer näh.
De Rüesch hilft binem schaffe gern,
Fast nie halt er devo sich fern.
 
De Zeller hät bis jez ka Frau,
So denkt er gwüss no öppen au.
Si Mueter schaffet zwor no vill,
Drum ist glaub alles dei so still.
 
En Mosimann wohnt jezed dei,
wo früener Zieglet worde sei.
D’Hütte ist för d’Stross ka Pracht,
I hätt halt wieder Ziegel g’macht.
 
E Fabrick ist au no z’finde,
Tuet me d’Auge nid verbinde.
Si ist halt ebe nid grad z’nöchst,
Wenn’d sie öppe sehe möchst.
Die hät en schöne Ursprung gha,
Es hät si gründt en brave Ma.
De Bertschinger hät me dörfe lobe,
Er ist no zfrüe do ebe g’storbe.
 
Im Chosthus wohned öppe Lüt,
Alli kenni wörkli nüt.
De Wilhelm Klemenz wohnt elei
Bi de Schür obenine dei.
 
Potz tusig, s’chunt en rächte Ma,
Hette bald vergesse gha.
Me wär im Dorf jo nid bewacht,
Wör er nid immer laufe z’Nacht.          (Altenburger)
 
Sehed, wie bin i vergessli,
Ha nüt brichtet vom Riedtgässli.
En Stalder wohnt dei ume gern,
Er ist scho lang cho, döt vo Bern.

Chom z’rugg do uff der grade Stross,
Gell s’Underdorf ist ordlich gross.
Me merkts, dass heller ist bi dene,
Will hie und do e Glas tuet brenne.
Doch loset denn vom Städtli no,
Was do no fören B’richt wört cho.

Städtli

Hüebli Georg ist da tauft,
Wo vielmol noch Tubak us lauft.
I glaub, er macht nid vile Krach,
Und wohnet underenne alte Dach.
 
Jez gond d’Hüsereie a,
Und döt findt me no en alte Ma.
De Hanswilhelm wört alt alsgmach
Und ist bi de Frau Gonzebach.-
Der andre Teil bewohnt en Schmid,
Ist au ewäng e nützlech Glied.
S’Ist bim Hus vo Mist en Stock,
Im Stall sind Geisse und en Bock.
 
De römisch Teil bewist sich nett,
Wells dei no Schiessscharte hät.
Rechberger, Messmer, heisst dä Ma,
Wo i dem Hus wohnt vorne dra.
 
Mer gond jez is Gymnasium,
Wenn’s so wör heisse wär’s nid tum.
„Schuelhus“ ist de richtig Name,
Drinn lehre lese, rechne chame.
De Lehrer Plüer sorgt wohl dafür,
Dass Ornig hinder jeder Tür.
Me merkts au dene Chinde a,
Mit Takt und G’fühl bewachts de Ma.
Bim Lehrer Schwizer au nid minder,
Zeiged Astand ali Chinder.-
De Kissling denk, ischs gwohnt im Hus,
Dass d’Chind alltag gond i und us.
 
Was wöttst denn uf de Pfarrer warte,
dei hine stoht er jo im Garte.
Und us sim Hus, zom Fenster us,
Do lueged lustige Chinder drus.
Es wär i jeder Stadt wohl recht,
hets dere Familie, luter echt.
Ganz gwüss, do findt me Friede, Sege,
Das cha mer merke allerwäge.          (Schaltegger)
 
Nebed zue ists Gegeteil,
Do findt halt nid luter Heil.
Obeninne welle Huffe,
Me hörts bigott beim Heiri Schnufe.
Italiano, geibe Manne,
lärmed all mit erne Pfanne.
 
Gege Morge zue im and’re Fach
Wohnet undrem gliche Dach
E Schwöster und en Brüeder rich,
Sie immer denked no a sich.
S’Fehlt ihne zwor jo nid am Gold,
Wenn no de Herrgott ihne hold.

De Kutter wohnt au fast verlore,
Er ist jez woner gsi vor Johre.
Si Hus ist älter, weder d’Schür,
Er will e neus, doch no nid hür.
 
Nid älter glaub ist s’ander Hus,
En Alteburger luegt döt drus.
Er stickt drin halt, so langs ihm got,
So lang dass s’Hus em Luft widerstoht.
 
D’Frau Rechberger wohnt elei,
Nebet em Brunne hine dei.
Läbt si dei arm, oder ist si rich,
I channis säge, s’ist mer glich.
 
Vom Frei und Herzog, Mägerli, Meier,
Vo dene sing i au e Leier.
Und weme guet denn luegt dur Gläser,
Findt me z’letzt au ne en Schweser.
De Schweser stickt, de Meier au,
Vilecht so lang, bis wöred grau.
De Sternewört, de stickt denn nid,
Er ist zwor glich ka unnütz Glied.
Nu hät er au no vilmol d’Schingge,
We me will e Bierli tringge.
Got me use und denn hott,
Findt me dä, wo ist verlobt.
S’ledig bliebe, denkt de Frei,
Nid ganz günstig fören sei.
Zwor ischs nid nötig, da sind Sache,
Dass wie de Herzog er muess mache.
De säb hät jezed Meitli gnueg
Und no kann einzig liebe Bueb.
Er denkt halt au, mi Hus ist gross,
Has au för d’Chind, für mich nid bloss.
S’stoht ja ame schöne Platz,
Chunt zome Meitli denn e Schatz.
De Decker tuet ja tabliziere,
Drum, hät er s’Hus lo ustafiere.
De Wächter Schmid wohnt au no döt in,
Mit siner Töchter brav und fin.
Und witer obe wohnt e Frau
Und grad die hät e Töchter au.
 
De Murer wohnt nid grad so prächtig,
S’zieht döt abe nid so mächtig.
Er wör glaub baue, wenn’s nid z’alt,
Si Hus wör choste fören halt.
Bim G’rüste chönt es um jo g’heie,
Denn tät jo au no s’Dach verheie.          (Rechberger)
 
En Herzog wohnt grad vis a vis,
Die ine möchte i au nid si.
Me ist döt hert am Totegarte,
Wo vil uf d’Uferstehig warte.
Im gliche Hus wohnt no en Ma,
I weiss, dass dä trompete cha.
Es täted will sich melde gli,
Wör er e Musig gründe z’Pfy.
 
Im chline Hüsli sind jez Lüt,
Vo dene weiss i wörkli nüt.
Es sind halt Italianio,
Wo mached kei Spektakelo.
 
Vo Pfy is Frankrich isch nid wit,
Muess i säge, wo da lit.
De Schlosser Bachma channis säge,
Er tuet scho lang dei une läba.
 
Wenn i zom andre Pfarrer gang,
Mach i au do de Bricht nid lang.
Dä Herr meints jo mit allne rächt,
Mit Gross und Chli, mit jedem G’schlecht.
Er git e jedem guete Rot,
Sobald me zuenem hind’re got.
Sein Vater ist au lieb bi ihm,
Er schaffet ono ziemli vil.
Er tuet no bura nid zom Schade,
Und danebst för d’Kirchgmeind lade.           (Stücheli)
 
I möchte i bitte, losed no,
Mer mönd e chli i d’Kirche go.
Die ist jo do för arm und rich,
Vor em Herrgott sind wir glich.
Wie mänge findt do Trost im Leid,
Me dänkt do no a d’Seligkeit.
O wör me no das Hus me sueche,
Ganz gwüss me tät denn nid so flueche.
Es ist zwor nid mi Amt go z’lehre,
Er mond no uf das Gnüsse höre.
 
Schluss
 
So, i glaub, i bi am Schluss,
Glaubed no mer kann Verdruss.
Ha mänge Obed g’schaffed dra,
Bis das alles g’macht ich ha.
Hei nid vo allne glich viel gwüsst!
Wört mänge denke, der das liest!
S’Chunt vilecht mängem no in Sinn,
Dass d’Fraue nid beschriebe drinn.
Entschuldiget! Ich bitte sehr,
Das fiel mir fürchtig, fürchtig schwer.
Es wär vo mer jo grad wie toll,
Ohni die ists Büechli voll.
I benutz en andri Zit,
Wos vo dene z’brichte git.
Wenn mer die Arbet gnueg bringt i,
Bring i vo dene öpis gli.
Und zörne darf mer gwüss e kann,
S’ist jede im Büechli en Ehrenmann,
Jez bhüet i Gott und blibed g’sund,
Bis neue Bricht denn use chunt